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combi-protec wirkt – schneller und länger!

combi-protec Köderbehandlungen mit 96% reduzierter Aufwandmenge von SpinTor und Exirel im Vergleich zum Standardaufwand
Hierzu wurden Versuche an der Beerenobst Versuchsstation in Langförden (Esteburg Jork) durchgeführt. Im Gewächshaus wurden Himbeerpflanzen im Köderverfahren, und  vollflächig im Sprühverfahren, mit den empfohlenen Aufwandmengen behandelt. Teile der Pflanzen wurden sofort nach antrocknen des Spritzbelages und zwei Tage später in spezielle Käfige eingesetzt und dort die Wirkung auf zugesetzte Kirschessigfliegen (KEF) untersucht. Damit lässt sich gut zeigen, was nach den Anwendungen im Bestand mit vorhandenen oder zufliegenden KEF passiert.
Warum ist die Geschwindigkeit so von Bedeutung?
Zufliegende Kirschessigfliegen können die Wirkstoffe schneller aufnehmen. Der Zeitraum für mögliche Eiablagen durch die Kirschessigfliege wird somit wesentlich verkürzt. Gerade hinsichtlich kleiner Parzellen, starkem Zuflug und hoher Populationsdichte kann diese Verbesserung entscheidend sein!
Die Versuchsergebnisse zeigen, dass nach den Köderbehandlungen mit combi-protec + Spintor, die Wirkung bereits innerhalb weniger Stunden eintritt. Nach 16 Stunden beträgt der Wirkungsgrad fast 90%. In eigenen Versuchsreihen und Beobachtungen unter Praxisbedingungen, wird dieser Wert bereits nach 3 – 6 Stunden erreicht. Der vergleichbare Effekt wird bei den vollflächigen Behandlungen erst nach fast zwei Tagen erreicht. combi-protec steigert als Fraßstimulanz die Aufnahme der Wirkstoffe und verstärkt so deutlich die Wirkung!
Auch um 96% reduzierte SpinTor und Exirel Aufwandmengen zeigen in der Kombination mit combi-protec  höhere Wirkungsgrade und längere Wirksamkeit als ohne Zusatz! Fliegen die mit dem zwei Tage alten Belag in Kontakt kommen, werden in den combi-protec Varianten immer noch effektiv bekämpft. Die Wirkung hält anderen Studien zufolge bis zu 7 Tage unter Folienüberdachung an.
Reicht es nicht aus wenn nach zwei Tagen alle Fliegen bekämpft wurden?

Betrachtet man die Anzahl der überlebenden Kirschessigfliegen im Versuch, so wird deutlich, dass beim Standard- Sprühverfahren ohne Zusatz von combi-protec, ein sehr hoher Anteil Kirschessigfliegen überlebt und weiterhin aktiv in Eiablage sein kann. Der Effekt verstärkt sich bei Spritzbelägen die bereits älter sind, oder wie andere Studien zeigen, nachdem Niederschläge den Spritzbelag reduziert haben.

Zusammenfassung

 

 

Update: Kirschessigfliege in Tafel- und Keltertrauben

Update: Kirschessigfliege in Tafel- und Keltertrauben

Nach den Niederschlägen ist ausreichend Feuchtigkeit in den Anlagen und mit abnehmenden Nachttemperaturen ist regelmäßig Tau und damit Luftfeuchte in den Morgenstunden vorhanden. Die Tagestemperaturen um 20- 25 bieten immer noch ideale Bedingungen für die Larvenentwicklung und Hefewachstum in den Beeren. Der Fliegendruck steigt an und in den durch Mäusefrass oder Hagelschlag vorgeschädigten Anlagen ist ohne Behandlung bereits Befall sichtbar. Befall tritt derzeit wie zu erwarten war in  den bekannten anfälligen Sorten wie z. B. in Acolon, Regent, Dornfelder, Roter Gutedel, Cabernet Dorsa und Dunkelfelder auf. Randlagen zu Böschungen und Wäldern sind weiterhin besonders gefährdet und ziehen durch Vorbefall weiterhin Fliegen an.

In der Fläche wurden bisher kein Befall an Spätburgunder im Badischen gesichtet, was aber vor allem am Reifezustand der Beeren liegt. In Württemberg gibt es erste Befallsmeldungen in der Sorte (http://monitoring.vitimeteo.de/$/).  Achten Sie hier mit ansteigenden Öchsle Werten auf Beflug und in den kompakten Sorten auf Befall an geplatzten Beeren und den ersten Botrytisnestern.

Auch Spätburgunder zeigt an den kleinsten Beeren in den letzten Tagen Platzer mit Saftaustritt! Hier können in den nächsten Tagen Eiablagen durch die KEF und heimische Essigfliegen die den weiteren Befallsverlauf deutlich anheizen. Dies hat deutlich negativen Einfluss auf die Essigbildung wie Untersuchungen aus Frankreich belegen. Frühzeitige Ernte ist hier natürlich eine Lösung, wird sich aber eher negativ auf Qualität und Erlöse auswirken. Bei idealen Erntebedingungen kann schnell reagiert werden wie man in den letzten Jahren gesehen hat. Dies muss sich aber nicht unbedingt jedes Jahr wiederholen. Warten Sie daher bei deutlichem Beflug der Anlage nicht zu lange mit Bekämpfungsmaßnahmen. Kompakte Sorten bei der Kontrolle auf Fliegenbesatz mehrfach schütteln, da sich die Fliegen oftmals im inneren der Traube an abgedrückten Beeren aufhalten.

Mittelauswahl: Im Kombinationsverfahren können insgesamt 6 Behandlungen durchgeführt werden

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

16 – 30 ml Exirel® + 1 l combi-protec gegen Kirschessigfliege (1x)

Die Wartezeiten entsprechen offiziell den Wartezeiten der Insektizide. Maßgebend und rechtlich relevant ist die Einhaltung der Rückstände im Ernte.  In den zurückliegenden Jahren hat sich gezeigt, dass vier Tage nach der Behandlung keine Rückstände mehr analysierbar waren.

Karate Zeon ist in diesem Jahr nicht zugelassen und darf daher nicht eingesetzt werden.

Beachten Sie auch die Befallszahlen in Vitimeteo, die aber nicht immer mit privat organisierten Untersuchungen übereinstimmen, aber doch erstaunliche Unterschiede in den verschiedenen Landesteilen aufzeigen…

 

combi-protec in Tankmischung mit vollem Wasseraufwand?

combi-protec als Zusatz zu Spintor oder Exirel bei vollem Wasseraufwand?

Im Köderverfahren kann mit 20- 40 Liter einer 5 % igen combi-protec Lösung die Wirkung der Insektizide auf die Kirschessigfliege stark gesteigert werden und ist gleichwertig einer Vollflächen Behandlung. Ist auch durch den Zusatz von combi-protec in die normale Spritzbrühe – mit wesentlich geringeren Konzentration- eine Wirkungssteigerung möglich? 
Unsere aktuellen Versuchsergebnisse zeigen, dass bereits der Zusatz von einem Liter je Hektar ausreicht, um bei vollflächiger Applikation eine deutlich gesteigerte Wirkung zu erzielen.
In den combi-protec Varianten sind nach bereits 3 Stunden knapp 60%, nach 8 Stunden über 85% der Kirschessigfliegen abgetötet. Im Vergleich dazu sind bei der Anwendung ohne combi-protec nur annähernd 30% und 45% der Kirschessigfliegen im gleichen Zeitraum abgetötet. Auch geringere SpinTor Aufwandmengen zeigen in der Kombination und vollflächigem Einsatz  höhere Wirkungsgrade als ohne Zusatz.
Nach bereits 8 Stunden sind 85% der Kirschessigfliegen abgetötet. Im Vergleich dazu sind bei der Anwendung ohne combi-protec nur 20% der Kirschessigfliegen abgetötet. Auch geringere Exirel Mengen zeigen in der Kombination und vollflächigem Einsatz die höhere Wirkungsgrade als ohne Zusatz.

Welchen Nutzen kann der Zusatz bringen?

Warum ist die Geschwindigkeit so von Bedeutung?

Zufliegende Kirschessigfliegen können die Wirkstoffe schneller aufnehmen. Der Zeitraum für mögliche Eiablagen durch die Kirschessigfliege wird somit wesentlich verkürzt. Gerade hinsichtlich kleiner Parzellen, starkem Zuflug und hoher Populationsdichte kann diese Verbesserung sehr interessant und entscheidend sein!

Keine Umstellung des Sprühgerätes!

Ältere Sprühgeräte mit sehr hohen Pumpenleistungen können Probleme beim Umstieg auf das Köderverfahren haben. Eine starke Erwärmung der Spritzbrühe kann so vermieden werden und regulärem Druck und Geschwindigkeit gefahren werden.