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Erste Eiablagen der Kirschessigfliege in den frühen Traubensorten

Zwei Eiablagestellen-mit und ohne Saftaustritt

Zwei Eiablagestellen – mit und ohne Saftaustritt

Die Witterungsbedingungen der letzten Tage waren eigentlich mehr als ungünstig für Eiablagen der Kirschessigfliege (KEF). Hohe Temperaturen mit geringer Luftfeuchte reduzieren die Aktivität der Fliegen. Die hohe Ausgangspopulation aus den Kirschen konnte sich sicher noch nicht flächig in die Rebbestände ausbreiten. Umso erstaunlicher ist, dass sich bei der heutigen Beprobung erste Eiablagen- in nicht unerheblichem Maß, an  normal ausgeprägten, unverletzten Beeren der frühen Sorte Acolon zeigten. An verletzten Früchten, z. B. durch Mäuse oder Schneckenfrass, wurden bereits letzte Woche KEF Eiablagen festgestellt, aber in sehr geringer Anzahl. An den kleinen, unterentwicklelten Beeren sind häufiger Eiablagen feststellbar.

Aktuell konnten in einer zufälligen Stichprobe 11 Eier auf 100 Beeren (Acolon) festgestellt werden (Ihringen später Bestand, Beeren vollständig umgefärbt, Befallshäufigkeit 12,7%, Stand 14.8.20). In der Nähe verletzter Beeren sind deutlich mehr Eiablagen auf den Beeren. Es handelt sich um sehr frische Eiablagen aus den letzten zwei Tagen.

Mit der angesagten wechselhaften Witterung mit lokalen Schauern und hoher Luftfeuchte, wird die Aktivität der KEF deutlich ansteigen und auch eine Verbreitung in die größeren Bestände möglich sein. Mit fortschreitender Reifeentwicklung und der angesagten Witterung wird sich der Druck noch erhöhen.

Unsere Empfehlung: Kontrollieren Sie unbedingt Ihre anfälligen Anlagen! Besonders gefährdet sind hierbei Anlagen in Wald- und Böschungsnähe. Kontrollieren Sie an mehreren Stellen der Anlage, der Befall kann sehr unterschiedlich und lokal sein. Auch bekannt feuchtere Anlagen sind eher gefährdet. Wichtig: beobachten Sie den Flug der Kirschessigfliege in den Morgenstunden bis 10 Uhr. Hier zeigt die Fliege die größte Aktivität.

Bekämpfung

Starten Sie rechtzeitig die Maßnahmen zur Regulierung der Kirschessigfliege. Wie die jetzigen Eiablagen zeigen, ist in den frühen Sorten der richtige Reifezustand der Beerenhaut erreicht und Eiablagen leicht möglich. Verpasst man den ersten Bekämpfungstermin um wenige Tage, so gehen bereits viele Einzelbeeren in Gärung über. Die dafür relevanten Hefen werden mit der Eiablage durch die Kirschessigliege in die Beeren  übertragen.  Diese essigstichigen Beeren locken wiederum die Essigfliegen aus der Umgebung an und erschweren enorm die weitere Bekämpfung.

Eine frühzeitige Bekämpfung, mit noch geringen Populationsdichten, wird wie bei anderen Schaderregern auch, den größten und nachhaltigsten Bekämpfungserfolg erzielen. In Befallslagen empfehlen wir daher rechtzeitig mit den Behandlungen zu beginnen.

Im Kombinationsverfahren können 5 Behandlungen durchgeführt werden:

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

eine weitere empfohlene Kombination ist:

12,5 g Minecto One® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten gegen Kirschessigfliege (1x)

(Minecto One® enthält den gleichen Wirkstoff (Cyantraniliprole) wie „Exirel“)

Für eine möglichst effektive Bekämpfung wird ein Behandlungsintervall von maximal 6 Tagen empfohlen.

Behandlungen vor Regen!

Sowohl bei den Köder- als auch den Sprühbehandlungen ist nach Niederschlägen mit einer reduzierten Wirksamkeit zu rechnen. Bereits Regenmengen von 10- 15 l/m²  sind dazu ausreichend um die Spritzbeläge bzw. Ködertropfchen abzuwaschen. Dies wurde auch für die gerade als „Regenfest“ beworbenen Produkte wie Exirel (Diamaide Wirkstoffe) in amerikanischen Studien belegt (http://msue.anr.msu.edu/news/rainfast_characteristics_of_insecticides_on_fruit). In den USA werden in der Kirschessigfliegenbekämpfung, für alle Produktgruppen, Wiederholungsbehandlungen nach 12,5 l Niederschlag empfohlen!
Entgegen der allgemeinen Empfehlung, werden die Behandlungen vor Niederschlägen (24- 48 Stunden vorher) von uns als sehr wichtig eingestuft und empfohlen!
Die Niederschläge führen zu idealen Eiablagebedingungen und zu einer höheren Eiproduktion bei der Kirschessigfliege. Somit bekommen die Bekämpfungsmaßnahmen ein bis zwei Tage vor Niederschlagsereignissen eine erhöhte Bedeutung! Bereits geringe Populationen sind unter diesen Bedingungen in der Lage  Schäden zu verursachen. Wird erst nach den Niederschlägen behandelt, so entwickeln sich die Maden weiter da kein kurativ wirksames Mittel zur Verfügung steht und der Befall schaukelt sich auf.
Die Abstände zwischen den Behandlungen müssen dadurch nur im Falle von sehr starkem Zuflug reduziert werden.

Wie erkenne ich Eier der Kirschessigfliege?

Wesentlich schwieriger als die Fliegen, lassen sich die Eier der KEF identifizieren. Mit einer Lupe (mind. 10 fache Vergrößerung) können Eier der Kirschessigfliege identifiziert werden. Die weißen Atemfäden (2 – 4 Stück) ragen aus der Frucht heraus oder haften an den Rändern der Öffnung an. Zum Teil sind Eier sehr tief in die Frucht abgelegt und die Fäden schauen nur ein kleines Stück aus der Frucht heraus. An den Trauben findet sich – je nach Wasserversorgung der Rebe – ein kleiner Fruchttropfen an der Eiablagestelle, welcher später eintrocknet.

Kontrollieren sie vor allem an windgeschützten Plätzen (also nicht windexponierte Randlagen!). Die Quetschprobe bringt bei den Trauben nicht immer ein korrektes Ergebnis.

Geplatzte und verletzte Beeren

Eiablage KEF Auch unreife und verletzte Beeren wurden so schon belegt, bevor eine Eiablage in der Fruchthaut möglich war. In der Folge kommt es auch zu Eiablagen der normalen Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Zur Unterscheidung eignen sich sehr gut die breiter ausgeformten Atemfäden der Eier.

 

 

 

 

Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Flyer mit Infos zur Ausbringtechnik.

Sehen Sie auch unter www.vitimeteo.de die aktuellen Ergebnisse des WBI  Monitorings. Um die Ergebnisse des wöchentlichen Monitorings zu sehen, geben Sie auf der neu gestalteten Webseite bei „Klasse und Gruppe wählen“: „Probe/Bonitur/Schädling“ ein, und daneben unter „Objekt wählen“: „KEF Eiablage Probe“. Leider lässt sich kein direkter Link zu dieser Seite erstellen…..

 

Update: Kirschessigfliege in Tafel- und Keltertrauben

Update: Kirschessigfliege in Tafel- und Keltertrauben

Nach den Niederschlägen ist ausreichend Feuchtigkeit in den Anlagen und mit abnehmenden Nachttemperaturen ist regelmäßig Tau und damit Luftfeuchte in den Morgenstunden vorhanden. Die Tagestemperaturen um 20- 25 bieten immer noch ideale Bedingungen für die Larvenentwicklung und Hefewachstum in den Beeren. Der Fliegendruck steigt an und in den durch Mäusefrass oder Hagelschlag vorgeschädigten Anlagen ist ohne Behandlung bereits Befall sichtbar. Befall tritt derzeit wie zu erwarten war in  den bekannten anfälligen Sorten wie z. B. in Acolon, Regent, Dornfelder, Roter Gutedel, Cabernet Dorsa und Dunkelfelder auf. Randlagen zu Böschungen und Wäldern sind weiterhin besonders gefährdet und ziehen durch Vorbefall weiterhin Fliegen an.

In der Fläche wurden bisher kein Befall an Spätburgunder im Badischen gesichtet, was aber vor allem am Reifezustand der Beeren liegt. In Württemberg gibt es erste Befallsmeldungen in der Sorte (http://monitoring.vitimeteo.de/$/).  Achten Sie hier mit ansteigenden Öchsle Werten auf Beflug und in den kompakten Sorten auf Befall an geplatzten Beeren und den ersten Botrytisnestern.

Auch Spätburgunder zeigt an den kleinsten Beeren in den letzten Tagen Platzer mit Saftaustritt! Hier können in den nächsten Tagen Eiablagen durch die KEF und heimische Essigfliegen die den weiteren Befallsverlauf deutlich anheizen. Dies hat deutlich negativen Einfluss auf die Essigbildung wie Untersuchungen aus Frankreich belegen. Frühzeitige Ernte ist hier natürlich eine Lösung, wird sich aber eher negativ auf Qualität und Erlöse auswirken. Bei idealen Erntebedingungen kann schnell reagiert werden wie man in den letzten Jahren gesehen hat. Dies muss sich aber nicht unbedingt jedes Jahr wiederholen. Warten Sie daher bei deutlichem Beflug der Anlage nicht zu lange mit Bekämpfungsmaßnahmen. Kompakte Sorten bei der Kontrolle auf Fliegenbesatz mehrfach schütteln, da sich die Fliegen oftmals im inneren der Traube an abgedrückten Beeren aufhalten.

Mittelauswahl: Im Kombinationsverfahren können insgesamt 6 Behandlungen durchgeführt werden

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

16 – 30 ml Exirel® + 1 l combi-protec gegen Kirschessigfliege (1x)

Die Wartezeiten entsprechen offiziell den Wartezeiten der Insektizide. Maßgebend und rechtlich relevant ist die Einhaltung der Rückstände im Ernte.  In den zurückliegenden Jahren hat sich gezeigt, dass vier Tage nach der Behandlung keine Rückstände mehr analysierbar waren.

Karate Zeon ist in diesem Jahr nicht zugelassen und darf daher nicht eingesetzt werden.

Beachten Sie auch die Befallszahlen in Vitimeteo, die aber nicht immer mit privat organisierten Untersuchungen übereinstimmen, aber doch erstaunliche Unterschiede in den verschiedenen Landesteilen aufzeigen…

 

combi-protec in Tankmischung mit vollem Wasseraufwand?

combi-protec als Zusatz zu Spintor oder Exirel bei vollem Wasseraufwand?

Im Köderverfahren kann mit 20- 40 Liter einer 5 % igen combi-protec Lösung die Wirkung der Insektizide auf die Kirschessigfliege stark gesteigert werden und ist gleichwertig einer Vollflächen Behandlung. Ist auch durch den Zusatz von combi-protec in die normale Spritzbrühe – mit wesentlich geringeren Konzentration- eine Wirkungssteigerung möglich? 
Unsere aktuellen Versuchsergebnisse zeigen, dass bereits der Zusatz von einem Liter je Hektar ausreicht, um bei vollflächiger Applikation eine deutlich gesteigerte Wirkung zu erzielen.
In den combi-protec Varianten sind nach bereits 3 Stunden knapp 60%, nach 8 Stunden über 85% der Kirschessigfliegen abgetötet. Im Vergleich dazu sind bei der Anwendung ohne combi-protec nur annähernd 30% und 45% der Kirschessigfliegen im gleichen Zeitraum abgetötet. Auch geringere SpinTor Aufwandmengen zeigen in der Kombination und vollflächigem Einsatz  höhere Wirkungsgrade als ohne Zusatz.
Nach bereits 8 Stunden sind 85% der Kirschessigfliegen abgetötet. Im Vergleich dazu sind bei der Anwendung ohne combi-protec nur 20% der Kirschessigfliegen abgetötet. Auch geringere Exirel Mengen zeigen in der Kombination und vollflächigem Einsatz die höhere Wirkungsgrade als ohne Zusatz.

Welchen Nutzen kann der Zusatz bringen?

Warum ist die Geschwindigkeit so von Bedeutung?

Zufliegende Kirschessigfliegen können die Wirkstoffe schneller aufnehmen. Der Zeitraum für mögliche Eiablagen durch die Kirschessigfliege wird somit wesentlich verkürzt. Gerade hinsichtlich kleiner Parzellen, starkem Zuflug und hoher Populationsdichte kann diese Verbesserung sehr interessant und entscheidend sein!

Keine Umstellung des Sprühgerätes!

Ältere Sprühgeräte mit sehr hohen Pumpenleistungen können Probleme beim Umstieg auf das Köderverfahren haben. Eine starke Erwärmung der Spritzbrühe kann so vermieden werden und regulärem Druck und Geschwindigkeit gefahren werden.

 

 

Erste Eiablagen der Kirschessigfliege in den frühen Traubensorten

Zwei Eiablagestellen-mit und ohne Saftaustritt

Zwei Eiablagestellen – mit und ohne Saftaustritt

Durch die derzeit idealen Witterungsbedingungen und hohe Ausgangspopulation aus den Kirschen konnte sich die Kirschessigfliege (KEF) bereits in die Rebbestände ausbreiten. Erste Eiablagen gibt es lokal an den frühen Sorten wie Acolon oder Regent. An verletzten Früchten, z. B. durch Mäuse oder Schneckenfrass, werden Eier seit bereits zwei Wochen durch die heimische Essigfliege, aber auch durch die KEF abgelegt. In der Nähe solcher Befallsstellen ist auch schon deutlicher Beflug durch Essigfliegen feststellbar. Kontrollieren Sie nun dort zuerst auf Eiablagen an unverletzten, reifen Einzelbeeren!

Aktuell konnten bis zu 14 Eier auf 100 Beeren (Acolon) festgestellt werden (Ihringen später Bestand, Beeren gerade vollständig umgefärbt, Befallshäufigkeit 10%, Stand 19.8.19). An Regent wurden 4 Eier auf 50 Beeren festgestellt (Ihringen, späte Lage im umfärben, Befallshäufigkeit 8%, Stand 19.8.19).

Mit fortschreitender Reifeentwicklung und der wechselhaften Witterung wird sich der Druck noch erhöhen.

Sehen Sie auch unter www.vitimeteo.de die aktuellen Ergebnisse des WBI  Monitorings.

Unsere Empfehlung: Kontrollieren Sie unbedingt Ihre anfälligen Anlagen! Besonders gefährdet sind hierbei Anlagen in Wald- und Böschungsnähe. Kontrollieren Sie an mehreren Stellen der Anlage, der Befall kann sehr unterschiedlich und lokal sein. Auch bekannt feuchtere Anlagen sind eher gefährdet. Wichtig: beobachten Sie den Flug der Kirschessigfliege in den Morgenstunden bis 10 Uhr. Hier zeigt die Fliege die größte Aktivität.

Bekämpfung

Starten Sie rechtzeitig die Maßnahmen zur Regulierung der Kirschessigfliege. Wie die Eiablagen in den verletzten Beeren zeigen, sind bereits eine Vielzahl an Kirschessigfliegen in den Anlagen. Diese warten nur auf die richtige Witterung und den richtigen Reifezustand der Beerenhaut, bis eine Eiablage möglich ist. Verpasst man den ersten Bekämpfungstermin um wenige Tage, so gehen bereits viele Einzelbeeren in Gärung über. Die dafür relevanten Hefen werden mit der Eiablage durch die Kirschessigliege in die Beeren  übertragen.  Diese essigstichigen Beeren locken wiederum die Essigfliegen aus der Umgebung an und erschweren enorm die weitere Bekämpfung.

Eine frühzeitige Bekämpfung, mit noch geringen Populationsdichten, wird wie bei anderen Schaderregern auch, den größten und nachhaltigsten Bekämpfungserfolg erzielen. In Befallslagen empfehlen wir daher rechtzeitig mit den Behandlungen zu beginnen.

Im Kombinationsverfahren können 5 Behandlungen durchgeführt werden:

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

Für eine möglichst effektive Bekämpfung wird ein Behandlungsintervall von 6 Tagen empfohlen.

Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Flyer mit Infos zur Ausbringtechnik.

Infoflyer 2019 (PDF)

Behandlungen vor Regen!

Sowohl bei den Köder- als auch den Sprühbehandlungen ist nach Niederschlägen mit einer reduzierten Wirksamkeit zu rechnen. Bereits Regenmengen von 10- 15 l/m²  sind dazu ausreichend um die Spritzbeläge bzw. Ködertropfchen abzuwaschen. Dies wurde auch für die gerade als „Regenfest“ beworbenen Produkte in amerikanischen Studien belegt (http://msue.anr.msu.edu/news/rainfast_characteristics_of_insecticides_on_fruit). In den USA werden in der Kirschessigfliegenbekämpfung, für alle Produktgruppen, Wiederholungsbehandlungen nach 12,5 l Niederschlag empfohlen!
Entgegen der allgemeinen Empfehlung, werden die Behandlungen vor Niederschlägen (24- 48 Stunden vorher) von uns als sehr wichtig eingestuft und empfohlen!
Die Niederschläge führen zu idealen Eiablagebedingungen und zu einer höheren Eiproduktion bei der Kirschessigfliege. Somit bekommen die Bekämpfungsmaßnahmen ein bis zwei Tage vor Niederschlagsereignissen eine erhöhte Bedeutung! Bereits geringe Populationen sind unter diesen Bedingungen in der Lage  Schäden zu verursachen. Wird erst nach den Niederschlägen behandelt, so entwickeln sich die Maden weiter da kein kurativ wirksames Mittel zur Verfügung steht und der Befall schaukelt sich auf.
Die Abstände zwischen den Behandlungen müssen dadurch nur im Falle von sehr starkem Zuflug reduziert werden.

Wie erkenne ich Eier der Kirschessigfliege?

Wesentlich schwieriger als die Fliegen, lassen sich die Eier der KEF identifizieren. Mit einer Lupe (mind. 10 fache Vergrößerung) können Eier der Kirschessigfliege identifiziert werden. Die weißen Atemfäden (2 – 4 Stück) ragen aus der Frucht heraus oder haften an den Rändern der Öffnung an. Zum Teil sind Eier sehr tief in die Frucht abgelegt und die Fäden schauen nur ein kleines Stück aus der Frucht heraus. An den Trauben findet sich – je nach Wasserversorgung der Rebe – ein kleiner Fruchttropfen an der Eiablagestelle, welcher später eintrocknet.

Kontrollieren sie vor allem an windgeschützten Plätzen (also nicht windexponierte Randlagen!). Die Quetschprobe bringt bei den Trauben nicht immer ein korrektes Ergebnis.

Geplatzte und verletzte Beeren

Eiablage KEF Auch unreife und verletzte Beeren wurden so schon belegt, bevor eine Eiablage in der Fruchthaut möglich war. In der Folge kommt es auch zu Eiablagen der normalen Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Zur Unterscheidung eignen sich sehr gut die breiter ausgeformten Atemfäden der Eier.

 

 

Kombiniert gegen Kirschessigfliegen

In der  August Ausgabe des „Badischen Winzers“ wird über das Kombinationsverfahren und dem aktuellen Stand der Technik berichtet. Weinbauberater Egon Zuberer stellt in diesem Artikel ausführlich die zum Einsatz kommende Technik vor und nennt den aktuellen Zulassungsstand.

Kombiniert gegen Kirschessigfliegen, Badischer Winzer 8.18  (Artikel als PDF)

 

Mit freundlicher Genehmigung des

 

„Badischen Winzers“